In den nächsten Jahren werden ansteigend mehr als 22 Hitzetage mit Temperaturen über 30 Grad Celsius und nachts kaum Abkühlung unter 20 Grad Celsius erwartet Das legt eine Prognose des von der Stadt beauftragten Fachbüros „Khoch3 Klimakarten“ nach einer Analyse lokaler Daten für Filderstadt in Zusammenarbeit mit dem Klimaschutz- und dem Klimaneutralitätsmanager dar. Daraus werden schwerwiegende Folgen für die Gesundheit der Bürger*innen und hohe Schäden für die Wirtschaft abgeleitet.
Höchste Zeit also ein Klimaanpassungskonzept und einen Hitzeaktionsplan zu entwerfen. Dazu wird seit Kurzem ein „Hitze-Check“ auf der Homepage der Stadt durchgeführt. Auf einer digitalen Karte können Bürger*innen besonders heiße und kühle Orte eintragen, sodass an diesen Orten gezielte Maßnahmen ergriffen werden können. Dies geschah auf dem diesbezüglichen Infoabend am 6. Oktober auch analog auf vorbereiteten Karten der Stadtteile.
In einem zweiten Schritt wurden Hilfsmöglichkeiten seitens der Stadt, der Bürgerschaft und des/r Einzelnen gesammelt. Hitze-Hotspots fanden sich vor allem entlang den Hauptstraßen und auf Parkplätzen sowie in Gebäuden wie den Schulen. Schützend wirken sich die Kaltluftschneisen zwischen den Stadtteilen aus, die zu erhalten sind. Erfreulich sind auch schon begonnene Initiativen angebotener kühler Orte z.B. in Apotheken und der FILharmonie. Es gibt jedoch noch genügend Raum selbst tätig zu werden, z.B. durch Verkehrsreduzierung, private und öffentliche Bepflanzung sowie Nachbarschaftshilfe. Unsere Fraktion begrüßt die Erstellung eine Hitzeaktionsplans sehr, hatte sie doch in der Vergangenheit immer wieder in Form von Anträgen darauf gepocht. Besonders erfreulich ist, dass die Stadt dafür eine Förderung von 70 % der Kosten die Erstellung des Plans erhält.