Der Verwaltungsausschuss wurde am vergangenen Montag über die Maßnahmen der Verwaltung im Bereich der Gewaltprävention informiert. In der Vorlage wurde das breite Angebot an Präventionsmaßnahmen und die Aktivitäten im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit vorgestellt. Dabei wurde mehr als deutlich, dass alle Maßnahmen im Bereich der Gewaltprävention absolut unerlässlich sind. Die gemeldeten Fälle von Gewalt gegen Frauen und Kinder sind in den letzten Jahren in Deutschland deutlich gestiegen. Es ist erschütternd, wenn dargestellt wird, dass statistisch gesehen in den Klassenstufen 7 bis 9 in Deutschland jeder zweite junge Mensch von sexualisierter Gewalt betroffen ist. Geschlechtsspezifische Gewalt, die Frauen und Kinder trifft, ist strukturell verankert. Daher ist es wichtig, die Strukturen in den unterschiedlichen Institutionen und Organisationen genau zu beleuchten, Missstände klar zu benennen, Aufklärungsarbeit zu leisten und Betroffenen Hilfestellung zu geben.
Auch die Öffentlichkeitsarbeit spielt eine große Rolle, um das Bewusstsein für dieses Thema zu schärfen und Betroffenen zu zeigen, dass es Hilfe und Unterstützung für sie gibt. In diesem Zusammenhang freut es uns, dass Polizeidirektor Steffen Schmidt bei seinem Bericht zur Kriminalstatistik in der Gemeinderatssitzung im Juni zugesagt hat, in Filderstadt am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen im November teilzunehmen. Dies zeigt den von Gewalt betroffenen Frauen, dass sie in ihrer Notlage ernst genommen werden.
Unser Dank gilt dem Referat für Chancengleichheit, Teilhabe und Gesundheit für die engagierte Arbeit.
Danken wollen wir auch allen, die diese Arbeit mit ihrem Engagement sowohl innerhalb der Stadtverwaltung als auch in anderen Institutionen und Organisationen, wie beispielsweise den am Präventionsprogramm teilnehmenden Schulen, unterstützen, aber auch und ganz besonders dem Verein „Frauen helfen Frauen“, der für die Beratung und den Schutz der Opfer häuslicher Gewalt unverzichtbare Arbeit leistet.